Workshops am Nachmittag

Workshop 1 – Nachmittag

Meijada El-Haji und Lisa Eisele, Pro Familia Mannheim e.V.
Sexualität und Medien – Pornografie & Sexting unter Jugendlichen
Unter Jugendlichen ist der Kontakt mit pornografischen Bildern oder Filmen – freiwillig, oft aber auch unfreiwillig – weit verbreitet. Der Zugriff auf Pornografie ist sehr einfach und für einen Großteil der Jugendlichen alltäglich. Die Erstellung und Versendung eigener sexueller Inhalte durch Jugendliche beim Sexting hat ebenfalls zugenommen.
Nur die wenigsten Jugendlichen sprechen über ihre Erfahrungen mit erwachsenen Bezugspersonen. Eine Thematisierung seitens Eltern, Lehr- oder Fachkräften findet selten statt, weshalb Jugendliche mit ihren Unsicherheiten oft alleine bleiben.
Im Workshop sollen, neben Informationen zur aktuellen Studienlage, Methoden erlernt werden, wie mit Jugendlichen über die Themen Pornografie und Sexting gesprochen werden kann. Dabei wird weiteres Hintergrundwissen vermittelt, typische mit diesen Themen verbundene Unsicherheiten Jugendlicher aufgezeigt sowie die eigene persönliche sowie pädagogische Haltung reflektiert.

Workshop 2 – Nachmittag

Jolina Bering, Psychologin (M.Sc.)
Videospiele als Zuflucht – Chancen für Jugendliche u. marginalisierte Gruppen
Videospiele sind eines der beliebtesten Medienangebote für jüngere Generationen und der Anteil der Spielenden hat sich in den letzten Jahren konstant gesteigert. In welchen Welten bewegen sich die Spielenden da heutzutage? Und vor allem warum? In diesem interaktiven Vortrag werfen wir aus einer psychologischen Perspektive einen Blick auf das Medium Videospiele und erarbeiten Antworten auf die Fragen:
Welchen Mehrwert können Videospiele für die pädagogische Arbeit bieten?
Welche Rolle spielen die psychischen Bedürfnisse bei Videospielen?
Wann sind Videospiele für Jugendliche und marginalisierte Gruppen Zuflucht (und wann Flucht)?
Wie kann eine konstruktive Kommunikation über Videospiele initiiert und gestaltet werden?

Dabei steht der Austausch mit Fragen und praktischen Beispielen aus dem Plenum im Fokus, so dass die Teilnehmenden der Veranstaltung individuelle Antworten und neue Impulse für die eigene berufliche Praxis mitnehmen können.

Jolina Bering ist Psychologin (M.Sc.) mit starkem Fokus auf die Psychologie von Videospielen und digitalen Medien. Neben redaktionellen Tätigkeiten ist sie vorwiegend beratend tätig und hilft Person und Unternehmen in der Videospiel-Branche psychologische Zusammenhänge begreifbar zu machen und psychische Gesundheit zu fördern.

Workshop 3 – Nachmittag

Nikolas Häfner, Sachgebietsleitung Jugendhaus Hochstätt, Mannheim
KI in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Das Workshopangebot „KI in der Kinder- und Jugendarbeit“ vermittelt praxisnah, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsvoll in pädagogischen Projekten eingesetzt werden kann. Teilnehmende erhalten Einblicke in Chancen, Risiken und konkrete Anwendungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Workshop 4 – Nachmittag

Tom Woschitz, Starkmacher e.V.
Silent Lab – Perspektiven von Jugendlichen immersiv erleben
In diesem Workshop erleben die Teilnehmenden ein Silent Lab – ein interaktives Audioformat, das gesellschaftliche Themen immersiv erfahrbar macht. Über Wireless-Kopfhörer folgen sie Anweisungen, Geräuschen und Geschichten, die in einen gemeinsamen nonverbalen Dialog führen. Das gespielte Silent Lab wurde im Rahmen des Projekts Silent Talk (Starkmacher e.V.) von Jugendlichen selbst entwickelt – von der Themenwahl über das Storytelling bis hin zur Musik- und Soundproduktion mit Künstlicher Intelligenz. Im Anschluss gibt Projektleiter Tom Woschitz (Starkmacher e.V.) Einblicke in die Methode und zeigt, wie Silent Labs kreative, technische und soziale Kompetenzen verbinden. Gemeinsam wird diskutiert, wie digitale Tools und immersive Formate Partizipation, Empathie und Selbstwirksamkeit in der Jugendbildung stärken können.

Tom Woschitz gestaltet seit 10 Jahren an der Schnittstelle von Kultur, Bildung und sozialer Innovation. Als Projektleiter bei Starkmacher e.V. und Co-Gründer des OSTAR Music Network formt er kollaborative Prozesse, die Kreativität in konkrete soziale Wirkung übersetzen.

Workshop 5 – Nachmittag

Bettina Harling und Daniel Monette, Stadtbibliothek Mannheim
Programmieren zum Anfassen – Kreativität mit Calliope & Karton
In diesem Workshop erwecken die Teilnehmenden einfache Roboter aus Karton mithilfe des Mikrocontrollers Calliope mini zum Leben. Schon wenige Klicks in der Programmierumgebung genügen, damit LEDs leuchten, Motoren laufen oder der Roboter sich bewegt. So wird unmittelbar erfahrbar, wie digitale Impulse konkrete Konsequenzen in der analogen Welt haben.
Die Roboter bestehen aus wiederverwendetem Verpackungskarton, welcher mit frei verfügbaren Anleitungen in Bauteile verwandelt und individuell gestaltet werden kann. Ergänzt wird das Ganze durch einen Calliope mini sowie einige Schrauben und Gummibänder. Nach dem Workshop können die Roboter wieder auseinandergebaut und die Materialien zurückgeführt werden. Auf diese Weise verbindet der Workshop Kreativität, Nachhaltigkeit, Making und Programmieren.
Durch die praktische Erfahrung an der Schnittstelle von digital und analog werden Selbstwirksamkeit, Gestaltungskompetenz und digitale Kompetenzen gefördert. Außerdem soll erfahrbar gemacht werden, dass Kinder und Jugendliche die digitale wie analoge Welt aktiv mitgestalten können.
Da Karton nahezu überall verfügbar ist und der “Calliope mini” bereits in vielen pädagogischen Einrichtungen genutzt wird (oder bei Bedarf in der Stadtbibliothek Mannheim ausgeliehen werden kann), lässt sich das Konzept leicht in den eigenen Arbeitskontext übertragen. Die Stadtbibliothek Mannheim ist eine außerschulische Bildungseinrichtungen mit Schwerpunkten auf Sprach- und Leseförderung sowie der Förderung von Medien- und Informationskompetenz. Die Medienbildungsangebote richten sich an alle Altersgruppen und reichen von Gaming über Robotik bis hin zu MedienMittwochen, MedienElternabend und der Schulung von SeniorenMedienmentoren. Den Workshop „Programmieren zum Anfassen – Kreativität mit Calliope & Karton“ haben wir im letzten Herbstferienprogramm mit 20 Kindern durchgeführt.

Die Stadtbibliothek Mannheim ist eine außerschulische Bildungseinrichtungen mit Schwerpunkten auf Sprach- und Leseförderung sowie der Förderung von Medien- und Informationskompetenz. Die Medienbildungsangebote richten sich an alle Altersgruppen und reichen von Gaming über Robotik bis hin zu MedienMittwochen, MedienElternabend und der Schulung von SeniorenMedienmentoren. Den Workshop „Programmieren zum Anfassen – Kreativität mit Calliope & Karton“ haben wir im letzten Herbstferienprogramm mit 20 Kindern durchgeführt.

Workshop 6 – Nachmittag

Joel Wardenga, Bildungsreferent für Jungen*arbeit bei der LAG Jungen*- & Männer*arbeit Baden-Württemberg
Verstrickt im Netz?!
Praxisnahe Begleitung von Jungen* in ihren digitalen Lebenswelten
Social Media ist für viele Jungen* ein wichtiger Teil ihres Alltags – zugleich aber auch ein Ort, an dem problematische Männlichkeitsbilder, toxische Vorbilder und soziale Unsicherheiten wirken. Der Workshop bietet Impulse, wie medienpädagogische Jungen*arbeit auf diese Phänomene reagieren kann, ohne den Kontakt zu den Lebenswelten der Jungen* zu verlieren. Dabei steht im Fokus, wie wir Jungen* stärken, mit ihnen ins Gespräch kommen und gemeinsam alternative Perspektiven auf Männlichkeit entwickeln können.

Joel Wardenga ist Philosoph und als politischer Bildner in der diskriminierungs-sensibilisierenden Jugendbildung sowie der Demokratie- und Erwachsenenbildung tätig. Bei der LAG ist er als Bildungsreferent für Jungen*arbeit zuständig für geschlechterreflektierte Pädagogik, Medienpädagogik und diversitätssensible, intersektionale Perspektiven.

Die LAG Jungen*- & Männer*arbeit Baden-Württemberg e.V. ist die landesweite Fachstelle für geschlechterbezogenes Arbeiten mit Jungen* und Männern*. Sie ist zuständig für die Qualifizierung, Beratung und Vernetzung von Fachkräften und Institutionen im sozialen Bereich sowie die öffentliche Kommunikation aktueller Entwicklungen aus dem Bereich geschlechterreflektierten Arbeitens mit Jungen* und Männern*.

Workshop 7 – Nachmittag

Katharina Kraft, onlinetheater.live
Hacking the Manosphere
„Male loneliness epidemic“ oder der Anstieg der Gewalttaten an FLINTA und Queers zeigen: gezielte Online-Radikalisierung von Jungen und jungen Männern ist real und hat fatale Konsequenzen. Doch wie kann man Menschen erreichen, die in maskulinistische Echokammern abrutschen? Und wie kann der Blick aus Theaterperspektive helfen, diese Bubbles zu hacken? Ein Vortrag von Katharina Kraft aus dem onlinetheater.live über das Projekt MYKE – Hacking the Manosphere.

Soziale Plattformen haben sich zu den größten Theatern unserer Wirklichkeit entwickelt. In dieser will das Kunstkollektiv onlinetheater.live aktiv mitgestalten und repressiven Kräften auf social media Plattformen entgegenwirken. Onlinetheater.live forscht zu rechten Netzwerken, Radikalisierungsprozessen, Maskulinismus und Antifeminismus und entwickelt in einem transdisziplinären Prozess neue, eigenständige künstlerische Formate. Diese sollen alle Menschen dazu ermutigen, das soziale Internet zu einem beautiful Place zu machen.

Workshop 8 – Nachmittag

N.N.
Lass dich überraschen!
Je nach Nachfrage einzelner Workshops, freuen wir uns, wenn wir etwas flexibel bei der Zuteilung der Teilnehmer*innen in die Workshops sein können. Darüber hinaus haben wir noch einige Workshops in Wartestellung, falls die Zahl der Anmeldungen unsere Prognose übersteigt. Aus diesen Gründen können Sie gerne als zweite Option “Keine Priorität” wählen. Damit überlassen Sie uns Ihre Einteilung in einen Workshop, falls die erste Priorität nicht (mehr) möglich wäre.

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